Zahnersatz und Implantate: Zahnzentrum Lübeck GmbH

Implant Direkt - Preiswerte Zahnimplantate

Dr. Sieper - Implant Direct - Preiswerte Zahnimplantate

 

KAMEN – Die immer stärker gewordene Durchdringung der Bevölkerung mit implantat- prothetischem Wissen über Medien und Mundpropaganda hat in der Folge auch zu einer Verschärfung des Wettbewerbs sowohl auf der Implantatanbieter als auch Implantatanwender Seite geführt. Patienten mit einfach zu handhabenden, ästhetisch beeindruckenden und langlebigen Zahnersatz- Versorgungskonzepten zu begeistern, ist dabei der Wunsch von erfahrenen Implantatprothetikern wie auch Implantologieeinsteigern. 

Dank moderner Technologien in der Diagnostik (DVT, CT) und Therapie (Navigation, Robodent) ist es zu einer ständigen Ausweitung implantatprothetischer Versorgungsindikationen gekommen. Eine groß angelegte Studie der IFG Gesundheit aus dem Jahre 2001 zum Zahnersatzbedarf 2020 hat aufgezeigt, dass prothetische Rehabilitationen in Zukunft komplexer, hochwertiger, aber auch gleichzeitig anfälliger und aufwendiger werden.

Ursachen für Zuwachs an Implantatinsertionen: 

 demografische Entwicklung – Zunahme des prothetischen Behandlungsbedarfes 

  höhere Aufklärungstätigkeit und größere Informationsdurchdringung 

 zunehmende Zahl prothetisch tauglicher Restzähne, auch im hohen Alter durch steigendes Mundhygienebewusstseinund erweiterte Möglichkeit der Zahnerhaltung 

 komplexere Behandlungsmaßnahmen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Ausbildung von Kompetenzzentren 

  erhöhtes Komfort- und Statusbewusstsein (festsitzender Zahnersatz als „introvertierter Luxus“) Gestützt auf weitere Studien  kann davon ausgegangen werden, dass im prothetischen Bereich eine von hohen Qualitätsstandards erkennbare, klinisch orientierte und immer Patienten bezogene Zahnmedizin einen neuen Stellenwert findet. Dazu trägt natürlich auch die medien- und wirtschaftsinduzierte Definition von erfolgsträchtigem Aussehen bei Zahnärzte, die diesen Trends folgen und regionale Markt- und/oder Technologie- Führerschaft anstreben, haben dabei drei Hauptkriterien zu beachten: 

1. Beherrschung auch komplexer Behandlungsfälle und deren Komplikationen (noch besser, Vermeidung derselben durch innovative Technologien wie DVT, Navigation und Fortbildung) 

2. Vereinfachung und Standardisierung von Behandlungsabläufen mit weniger Behandlungsterminen für Patienten 

3. erhöhte Wettbewerbsfähigkeit durch Erschließung zeitlicher und finanzieller Ressourcen (Reduktion von Fremdkosten). 

Die Firma Implant Direct unterstützt Implantologen in diesen drei Kernpunkten. Durch den im Vordergrund stehenden Internetvertrieb und geringfügige Marketingbudgets können vergleichsweise sehr kostengünstige Qualitätsprodukte angeboten werden. Die Nutzung abgelaufener Patente renommierter Implantathersteller (Nobel Biocare, Straumann,Zimmer) verschafft in Verbindung mit weiteren Optimierungen und Innovationen Implantologen und den anvertrautenPatienten Sicherheit und günstige Langzeitprognose. Die selbst entwickelte Spectra-Implantatlinie vereinigt eigene  innovative Ideen (Microthreads im Zervikalbereich) mit herausragenden positiven Eigenschaften bewährter Implantatsysteme, bei maximaler Wirtschaftlichkeit. Der Kauf eines Implantates beinhaltet kostenlose Systemkomponenten. Der Einbringpfosten, der gleichzeitig Abdruckpfosten und 0°-Abutment ist, wird ebenso kostenlos mitgeliefert wie  Verschlussschraube und provisorische (elastische!) Kappe zur sofortigen Versorgung des Implantatkopfes und zur Ausformung eines subgingival gelegenen Sulkus (siehe Abbildung 2). Dadurch ergeben sich erhebliche Vorteile bezüglich Wirtschaftlichkeit und Handling für das „All-in-One-Konzept“ mit Implant Direct in der Praxis.

Fallbeispiel: 

  Unterkiefer: 

 erhaltungsfähige Restzähne, 33, 43 und 44 (siehe OPG) 

 4 einteilige Implant Direct Implantate, je 115,– € 

 4 Laborimplantate je 15,– € 

 4 Einbringpfosten 0,– €, 

 4 Abdruckpfosten 0,– € 

 4 Verschlussschrauben 0,– € 

 4 provisorische elastische Kunststoffkappen zur Sulkusformung 0,– €. 

 

Das All-in-One-Konzept beschreibt eine implantatprothetische Verfahrenstechnik, die gegenüber üblichen implantatprothetischen Behandlungskonzepten zahlreiche Vorteile bezüglich Präzision, Reproduzierbarkeit, Hygienefähigkeit und preisliche Gestaltung (insbesondere Laborbereich) bietet. Grundidee des All-in-One- Konzeptesist es, Implantationen mittels moderner Diagnostik (DVT und Navigation) nahezu unblutig vorzunehmen und gleichzeitig vorhandene Restzähne zu präparieren, Kieferrelationsbestimmung und Abformung aller Pfeiler in nur einer Sitzung vorzunehmen, so dass in einer zweiten Sitzung bereits Eingliederung des definitiven Zahnersatzes erfolgen kann. Ein solches Konzept gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil zügige Behandlungsabläufe mit wenigen Terminen von Patienten und Behandler gleichermaßen geschätzt werden. Denn infolge von Marketing und Werbung implantologischer Kompetenzzentren erscheinen immer mehr Patienten mit Sanierungswunsch, auch aus weiter Entfernung, in den Praxen. Für die Versorgung des Unterkiefers wurden einteilige Implantate der Serie 30 von Implant Direct eingesetzt. Mit der Serie 50 bietet Implant Direct direkt die einzigen auch abgewinkelten einteiligen Implantate vorfabrizierter Hohlkehle. 

Die Vorteile einteiliger Implantate sind bekannt.

  

Vorteile: 

 Hervorragende Stabilität durch Festkörpereigenschaft 

  Großzügig beschleifbarer Implantatkopf (da kein Schraubkanal) 

  Keine Implantatschrauben mit der Gefahr der Lockerung oder des Bruches 

  Kein Mikrospalt, keine bakterielle Besiedlung 

  Geringere Mukositis- und Periimplantitisgefahr 

  Extrem einfache Abformung 

  Weniger Zubehörteile, einfache prothetische Konzepte 

  Geringe Material-Labor-Kosten 

 

Nachteile:

 

  Nicht immer einsetzbar ( 3-D-Planung sinnvoll) 

Aus diesen genannten Punkten ergeben sich günstige Langzeitprognose und herausragende Wirtschaftlichkeit für einteiligeImplantatsysteme. Voraussetzung für die Verwendung einteiliger Implantate ist das nahezu parallele Inserieren der Implantate, um den präparatorischen Schleifaufwand zu minimieren und die optimale Ausrichtung der Implantatköpfe im Hinblick auf die zu erfolgende prothetische Versorgung. Dies kann sicher und vorhersehbar nur mit in der Literatur beschriebener 3-D-Planung und Navigation erfolgen.6 Durch Navigation nahezu unblutig gesetzte Implantate ermöglichen Sofortversorgung und Sofortbelastung mit Zahnersatz, unmittelbar im Anschluss der Implantation. Zahnarzt und Patient werden mögliche Komplikationen, Zeit und Kosten bei hohem Komfort und bester Hygienefähigkeit erspart. Die einteiligen Implantate der Firma Implant Direct verfügen über eine vorfabrizierte, ausgeprägte Hohlkehle, die sich eignet,  ollkeramische Restaurationen aufzunehmen und Tragfähigkeit zu gewährleisten. Mithilfe des zusätzlich gelieferten Sulkusformer, aus einem elastischen Kunststoffmaterial, lässt sich die Sulkusformung in der Weise vornehmen, dass eine leicht subgingival platzierte Implantatschulter eine ästhetische Kronenrandlage ohne sichtbare Titananteile ermöglicht. 

 

Material und Methode: 

Der 78-jährige Patient wies keine für die vorgesehene Behandlung relevanten Risikofaktoren auf. Die endständigen Restzähne 45, 35 und 34 waren aus parodontologischen Gründen nicht erhaltungswürdig. Nach erfolgreicher Parodontalbehandlung der verbliebenen Restzähne 33, 43 und 44 erfolgte für den Ober-  und Unterkiefer eine virtuelle Implantatplanung (CoDiagnostiX®, IVS-Solutions, Chemnitz), die hier aber nicht im Mittelpunkt des Artikels stehen soll. 

Für den angestrebten festsitzenden Zahnersatz im Unterkiefer waren minimal 4 Implantate erforderlich, um eine vollständige festsitzende Zahnreihe von 37 bis 47 erreichen zu können. Die einteiligen Implantate Regio 46 und 47, sowie Regio 35 und 37 wurden für die Aufnahme von festsitzenden Brückenzahnersatz virtuell geplant in optimaler Achsenrichtung auch zu den zu beschleifenden Pfeilerzähnen 33, 43 und 44. Auf diese Weise konnten zwei Brücken rein implantatgetragen konstruiert werden und eine Frontzahnbrücke nur durch Zahnpfeiler getragen.          

Die Implantatoperation verlief wie vorab virtuell geplant. Die Bohrschablone wurde anprobiert und durch die Titanhülsen konnten die Implantatpositionen mit einer spitzen Sonde auf der Schleimhaut markiert werden. Dann wurden mit einer Schleimhautstanze entsprechender Größe die vier Löcher an den zuvor markierten Stellen in die Schleimhaut gestanzt. 

Nun konnte die Implantataufbereitung durch die Führungshülsen in der Bohrschablone transgingival erfolgen. Nach dem Ankörnen des Knochens erfolgte das Aufbereiten mit dem Pilotbohrer  (Durchmesser 2,3 auf die gewünschte Länge von 11,5 mm), wobei der Durchmesser des Pilotbohrers von 2,3 mm exakt dem Innendurchmesser der Titanhülsen der Bohrschablone entsprach. Die restliche Aufbereitung wurde bis zum gewünschten Durchmesser von 4,7 mm ohne die Bohrschablone durchgeführt, da die Achse der Implantate schon feststand und man so eine bessere Übersicht erhielt. Anschließend erfolgte das Einbringen der einteiligen Titanimplantate mit Durchmesser 3,7 und 4,7. Die einteiligen Implant Direct Implantate mit dem Durchmesser 3,7 verfügen über eine Plattform, mit dem Durchmesser 4,7, die Implant Direct Implantate mit dem Implantatdurchmesser 4,7 mm über eine Plattform mit dem Durchmesser 5,7 mm. Dadurch sind großvolumige der natürlichen Zahnform nahestehende Kronenformen möglich. Schon in der Planung wurde berücksichtigt, dass die vorfabrizierte Hohlkehle der Implantate leicht subgingival zu liegen kam. Die mitgelieferten provisorischen Kunststoffkappen wurden mit Chlorhexidingel gefüllt und schnappten sicher über die Implantatköpfe ein, wobei sie bis zur subgingival gelegenen Implantatschulter den Sulkus formten. Da der Patient über eine gut sitzende Interimsprothese verfügte, wurden die beschliffenen Zahnpfeiler mit den noch vorhandenen alten und unterfütterten Kronen versorgt. Zuvor wurden die beschliffenen Zahnstümpfe und die Implantatköpfe mithilfe der zugehörigen Abdruckposten in einer Doppelmischabformung abgeformt. 

In der gleichen Sitzung erfolgte auch die Kieferrelationsbestimmung mit Arcus Digma® (KaVo) im Orthasstuhl® (Jonas, Berlin). Eine ganzheitliche reproduzierbare Lagebestimmung der Kiefer sowie eine funktionsorientierte Kauflächengestaltung war damit gewährleistet. Für die provisorische Versorgung hätte anstelle des funktionstüchtigen vorhandenen alten  Zahnersatzes auch eine fortlaufende Kunststoffbrücke als Sofortversorgungsmöglichkeit nach entsprechender „backward planning“ mit nicht unerheblichen Zusatzkosten erfolgen können. Die Implantatkopfform mit vorfabrizierter Hohlkehle und einer abgeflachten Seite als Rotationsschutz erweist sich für festsitzende Kronen und Brückenversorgungen als ideal, weil dadurch den Technikern eine qualitätsorientierte Arbeit erleichtert wird. Vier Tage später konnten die vollständig keramisch ummantelten VMK-Brücken semipermanent (ImpProv®- Zement) eingegliedert werden, ohne dass Einschleif- oder Korrekturmaßnahmen erforderlich waren. In nur 2 Behandlungstagen konnte nach diesem  

All-in-One-Konzept eine festsitzende Brückenkonstruktion auf Implantaten und natürlichen Pfeilerzähnen realisiert werden. 

  Oberkiefer: 

  zahnlos 

  6 x zweiteilige Implant Direct Implantate Serie 70, je 135,– €

  0°-Abutment 0,– € 

  6 Laborimplantate je 15,– € 

  6 Einbringpfosten 0,– € 

  6 Abdruckpfosten 0,– 

  6 Verschlussschrauben 0,– €

 

Der zahnlose Oberkiefer bereitete dem Patienten sowohl beim Essen als auch beim Sprechen erhebliche Probleme. Die vorhandene Vollprothese mit zu niedrig eingestelltem Biss konnte nur mit Haftcreme in situ gehalten werden. Gemäß den Empfehlungen der Fachgesellschaften ist eine Versorgung mit sechs Implantaten geplant worden. Für die beiden endständigen Implantate wurde bei einer Restknochenhöhe von ca. 5 mm ein interner Sinuslift nach Summers vorgenommen. Bei relativ stark reduziertem Knochenangebot in der Transversalen des anterionen Kiefers wurde Regio 13, 14 eine  Aufklappung vorgenommen, um einen schonenden Bonesplit durchführen zu können. Die übrigen Implantate wurden nach virtueller Planung mithilfe einer Navigationsschablone nach entsprechender Stanzung transgingival inseriert. Beim  Summerslift wurde mithilfe von „Bone-push“-Instrumenten xenogenes osteokonduktives Augmentationsmaterial (Bio-Oss®, Geistlich, Baden-Baden) verwendet. Die behutsame Ablösung der Schneider’schen Membran erfolgte dabei nur in soweit, dass ein ausreichend dimensioniertes Implantat (hier 11,5 m) auch apikal von dem eingebrachten Bio-Oss®-Material umgeben war (siehe OPG).

Aufgrund der divergierenden Alveolarfortsätze der Oberkiefer links und Oberkiefer rechts erfolgte bei der virtuellen Implantatplanung die Implantation palatinal der Kieferkammmitte in nahezu gerader Achsenrichtung, um eine gemeinsame Einschubrichtung zu ermöglichen. 

Die Implant Direct Implantate der Serie 70 sind prothetisch identisch mit Nobel Biocare Replace Implantaten. Infolge der virtuellen Implantatplanung konnten die kostenlos mitgelieferten 0°-Abutments gleichzeitig als Einbringpfosten und Abdruckpfosten(!) verwendet und nur durch minimale Schleifmaßnahmen in eine gemeinsame Einschubrichtung gebracht werden. Im Labor wurden auf diese beschliffenen 0°-Abutments parallele verblockte Hochgoldpatrizen über je 3 Implantate erstellt, die eine Stabilisierung der Implantate ermöglichten. Nach vollständiger Ausarbeitung im Labor und Politur dieser Hochgoldpatrizen wurden durch Galvanisiervorgang hochpräzise spannungsfreie Galvanomatrizen über jeweils drei  Implantate hinweg gefertigt. Das gleichzeitig hergestellte Prothesen- Modellgussgerüst mit gaumenfreier Gestaltung und Möglichkeit der Lippenunterpolsterung durch Kunststoffschild wurde vorbereitet für die intraorale Verklebung der Galvanomatrizen in das Tertiärgerüst. Eine solche hochpräzise spannungsfreie Ankopplung unter leichten  Kaudruck erfolgte mit goldfarbenen Adhäsivkleber (Wieland) unter Ausgleich der Schleimhaut-Resilenz. (Singer-Sosnowski). Durch diese beschriebene Technik lässt sich eine spannungsfreie hochpräzise Ankopplung der Prothese an individuell gefertigte implantatgetragene Patrizen herstellen. 

Da schon für die virtuelle Implantatplanung Bissschablonen und Wax-up hergestellt waren, konnte am zweiten Behandlungstag nach vorheriger Wachsanprobe die definitive Eingliederung des kombiniert festsitzend herausnehmbaren Oberkiefer-Zahnersatzes erfolgen.

 

Zusammenfassung  

Das beschriebene All-in-One- Konzept mit einteiligen Implantaten für den Unterkiefer und zweiteiligen Implantaten für  den Oberkiefer zeigt, dass es mit ausgeklügelten Implantatsystemen und idealen Systemkomponenten von Implant Direct möglich ist, die Trends in der heutigen implantatprothetischen Versorgung patienten- und behandlerfreundlich umzusetzen. 

Voraussetzung ist die nach prothetischen Kriterien ausgerichtete Implantatpositionierung, wie sie idealerweise mit 3- D-Volumentomografie und Navigation möglich ist. Es gilt das Zitat: „Technische Perfektion ist nicht erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ Die Literaturliste kann in der Redaktion angefordert werden.

 

 


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